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Condor-Flug DE7046 hebt ab Richtung Kanada

Condor-Flug DE7046 hebt ab Richtung Kanada

Jetzt sitzen wir wirklich im Yukon-Flieger. Gleich hebt die Boeing 767 ab gen Whitehorse. Ein paar, nennen wir es interessante Momente, hat vorhin allerdings noch die Security-Kontrolle geboten. Zugegebener Maßen war es nur bedingt notwendig, den Sicherheitsbeamten als erstes nach dem vermeintlichen Nacktscanner zu fragen. Aber journalistisch war es allemal… auch wenn es in einem vierminütigem Vortrag darüber endete, wie verzerrt die öffentliche Debatte da laufe.

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Hier noch unsere weiteren Top 3 unserer Sicherheitskontrolle: a) Sprengstoffkontrolle an den Socken. b) verstörte Blicke der Beamten bei der Prüfung unserer gefühlt 34 Geräte und ebenso vieler Kabel. Und c) eigene Sonderprüfung des Canon-Objektivs.

Jetzt geht’s aber wirklich los, und insgesamt nennen wir es jetzt einfach mal weitgehend komplikationsfrei. 😉 Den aktuellen Standort seht ihr ab sofort hier bei FlightAware. Wir melden uns in diesem kleinen Blog dann hoffentlich planmäßig in zehn Stunden wieder von diesseits des Atlantik.

Josie, Ricky und der rettende Lagerplatz in Whitehorse

Josie, Ricky und der rettende Lagerplatz in Whitehorse

Zwei Namen, die Ihr sicherlich noch öfter hören werdet: Josie und Ricky. Dank diesem Paar aus Whitehorse steht nun endlich die Transportkette für unsere Expedition. Die beiden Endvierziger sind selbst am Yukon groß geworden und betreiben ein Unternehmen namens Titanium Storage, das Lagerräume zur sicheren Unterbringung von Dingen aller Art vermietet. Und damit genau das, was wir brauchen, wenn wir Boot & Co. vorab zwischenlagern müssen.

Damit findet eine monatelange Planungsetappe endlich ihr Ende. Nach Scherereien mit Condor und LeisureCargo, nach Diskussionen mit DHL und UPS, nach Absagen und Irrungen und Wirrungen. Wir kamen uns schon vor wie in der DMAX-Serie Goldrausch in Alaska, bei der vor dem Happy End unzählige Hindernisse dramaturgisch perfekt in die Handlung eingestreut werden.

> Unsere aktuelle Logistik-Planung für Ausrüstung und Gepäck

  • April 2015, Deutschland: Bepacken der Ausrüstung auf eine Europalette und Verschiffung mit einer befreundeten Spedition nach Kanada.
  • Mai 2015, Kanada: Entgegennahme der Ausrüstung in Whitehorse durch Josie und Ricky von Titanium Storage. Sichere Lagerung und Aufbewahrung.
  • Juni 2015, Deutschland/Kanada: Flug mit Condor und der restlichen Ausrüstung nach Whitehorse. Umpacken der Ausrüstung vor Ort auf das Kajak, letzte Vorbereitungen. Dann Tourstart auf dem Yukon.
  • September 2015, Alaska: Geplante Ankunft in Emmonak/Beringsee. Versendung eines Teils der Ausrüstung per UPS nach Whitehorse. Flug mit Grant Aviation-Propellermaschine nach Anchorage. Von dort mehrtägiger Bustrip mit Alaska/Yukon Trails zurück nach Whitehorse.
  • September 2015, Kanada: Bepacken der Europalette, Abflug nach Frankfurt. Abholung der Ausrüstung in der Folgezeit und Zurück-Verschiffung.

Allerdings stellt selbst diese Logistik nur einen kleinen Teil der notwendigen Vorbereitung dar. Wollen wir reden über Stromversorgung, Flusskarten, Satellitenkommunikation, expeditionstaugliche Spritzschutzdecken? Gerne, aber ein andermal. Erstmal sind wir Ricky und Josie von Titanium Storage sehr dankbar, dass sie uns so tatkräftig unterstützen wollen. „Euer Trip klingt fantastisch und wir freuen uns schon jetzt, Euch im Juni kennenzulernen“, haben sie uns in einer Mail mit auf den Weg gegeben. Und einen neuen Fan haben wir vielleicht auch bald: Samson, Nachwuchskraft am Titanium Storage, vier Monate alt.

 

FOTO: TITANIUM STORAGE WHITEHORSE MiT FREUNDLICHER ERLAUBNIS

 
Wir haben dann mal unsere Flüge gebucht

Wir haben dann mal unsere Flüge gebucht

Ein Kürzel, eine Verheißung: Mit der Maschine DE7046 der Condor werden wir im Juni 2015 nach Kanada fliegen. Wir haben jetzt unsere Tickets gebucht, die uns diese besondere Tour über den Yukon ermöglichen werden. Zwar sind es bis dahin noch knapp zwölf Monate Zeit, allerdings fliegt Condor die kleine Stadt Whitehorse im Südwesten des Landes nur wöchentlich an. Und gerade zu Beginn des arktischen Sommers gibt es so manchen Abenteuerlustigen, den es ins Yukon Territory zieht.

Unser Flug, er startet um 14.20 Uhr vom Frankfurter Flughafen und landet um 14.50 Uhr auf dem Erik Nielsen Airport Whitehorse. Was nach einem überschallartigen Trip gen Kanada klingt, bedeutet neuneinhalb Stunden Flug bei neun Stunden Zeitverschiebung. Immerhin werden wir die Zeit an Bord nicht in der Economy-Class verbringen, von deren Holzklasse-Charme man uns abgeraten hat. Unsere „Premium Economy“ klingt zwar nach einem hübschen Paradoxon. Aber diese Klasse bietet immerhin all das, was vor zehn Jahren noch überall Standard war: Brauchbares Essen, 15 Zentimeter mehr Beinfreiheit, Decken und reservierte Sitzplätze.

Interessant könnte es noch werden, eine mögliche Waffe in der Maschine über den Atlantik zu bringen. Andererseits sind wir durch den Logistik-Spaß beim Boots-Transport hinreichend gestählt. Wenn dann die Condor DE7046 im nächsten Sommer von Frankfurt abhebt, werden wir alle noch vor uns stehenden Herausforderungen gemeistert haben. Und kurz davor stehen, dass unser Boot tatsächlich das erste Mal echtes Yukon-Wasser unter dem Kiel hat. Die Vorfreude ist groß.

 

FOTO: YUKON2015.DE

 

Langstrecke bei Condor buchbar

Seit wenigen Tagen gibt es den Condor Sommerflugplan 2015 für die Langstrecke. Eines der verfügbaren Ziele: Whitehorse in Kanada. Wenn das kein „Leinen Los“ für unsere Yukon-Tour ist. 🙂
 

Das Boot muss an Bord

Condor und ein Gewichtsproblem

Das Boot muss an Bord

Womit beschäftigen wir uns eigentlich so viele Monate vor unserer Yukon-Tour? Nun, ganz aktuell vor allem damit, einen nicht ganz unwichtigen Gegenstand namens Boot überhaupt bis nach Kanada zu bekommen. Und da haben wir gerade ein gewichtiges Problem. Denn unser Kajak besteht zwar nur aus Luft und Kautschuk, aber es sind eben 34 Kilogramm Luft und Kautschuk. Und Condor hat uns jetzt endgültig mitgeteilt, dass das für den Transport schlicht zu viel ist.

Es scheitert genau genommen an luftigen 2.000 Gramm. Denn wie uns Condor und auch seine Abteilung „Sonderreservierung“ nach handgestoppten sieben Mails eröffnen, dürften wir sogar sehr gerne ein Boot transportieren. Aber eben nur, solange es höchstens 32 Kilo schwer ist. Darüber hinaus helfe kein Augenaufschlag dieser Welt (wir hätten sogar geübt). Schließlich verweist Condor auf den Arbeitsschutz, und dann an eine weitere Firma namens Leisure Cargo. Doch drücken wir es diplomatisch aus: dort arbeiten zwar „echte Luftfracht-Management-Experten“. Doch sie sind bislang keine Experten darin, auf Kontaktanfragen zu reagieren.

Bleiben uns vorerst noch die DHLs dieser Welt. Eine Anfrage ergibt allerdings, dass die Logistiker für unser Kajak gerne tiefenentspannte 650 Euro hätten. Pro Flugrichtung, versteht sich. Auch keinen Deut besser ist der ernsthaft unterbreitete Vorschlag von UPS, unsere Ladung doch vor dem Versand einfach in zwei Teile aufzuteilen.

Wir recherchieren dann mal weiter.

Nachtrag, 16. Mai: Mittlerweile haben wir Leisure Cargo erreichen können. Diese Firma bietet ihre Dienstleistungen aber gar nicht für Privatpersonen an. Wieso Condor uns dennoch dorthin verwiesen hat, kann sich niemand so recht erklären.

FOTO: CURIMEDIA, FLICKR, CC BY 2.0

 

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