Ausrüstung für die Yukon-Expedition

Gute Ausrüstung ist lebenswichtig. Vieles kann man planen, doch manches muss man auf sich zukommen lassen. Ein Equipment-Überblick.



Lego-Maskottchen der Yukon-Tour 2015 auf Whitehorse-Kartenausschnitt: Wichtiger Teil der Ausrüstung. FOTO: YUKON2015.DE
Die Qual der Wahl. Unendlich viel fällt einem ein, was man für eine solche vielwöchige Kajak-Tour mitnehmen will und muss: Zelt, Töpfe, Regen-Ausrüstung, Nahrungsmittel, Angel, bärensichere Tonnen und manches mehr. Außerdem wollen wir Fotos machen und unterwegs bloggen. Das alles bei einer Nutzlast von 320 Kilogramm, und so werden wir die folgende Liste wahrscheinlich noch oft aktualisieren. Eines ist bei so viel Ungeklärtem schon sicher: Unser hier abgebildeter Lego-Indianer kommt als Maskottchen mit.FOTO: YUKON2015.DE  

UNSERE AUSRÜSTUNGS-LISTE

Unser Boot.

Basisdaten: Grabner Riverstar XXL Schlauchboot-Reisekajak für drei Personen, Baujahr 2013. Nutzlast: 320 Kilogramm, Länge 5,95 Meter.

Zusatzausstattung: Touring Karbon-Paddel. Steueranlage von Grabner. Komfortsitze. Angepasste Persenning für die Ladekisten (von Firma Zölzer in Essen-Kupferdreh). Bug- und Hecktasche. Schwimmwesten-Modell Palm Kaikoura mit 70N+ Auftrieb.

Unterwegs, an Land.

Schlafen: Nammatj 2 GT von Hilleberg als Zwei-Mann-Zelt, dazu als schützende Unterlage gegen Steine und Feuchtigkeit alte Isomatten. Warme Schlafsäcke von Mountain Hardware/Mountain Equipment, da es auch im arktischen Sommer leichte Minusgrade geben kann. Selbstaufblasende Isomatten von Therm-A-Rest (TT Trail Pro) haben sich als Ausrüstung bewährt.

Aufenthalt: Hilleberg Tarp 10 UL mit stabiler Abspann-Möglichkeit für freiwillige und unfreiwillige Zwischenaufenthalte. Dazu Sitzschnallen für die Therm-A-Rest-Isomatten.

Kochen: Titan-Töpfe und Pfannen von Evernew (siehe auch unser Blogbeitrag), dazu ein Rost. Ein MSR Dragonfly Multifuel-Kocher und vier Benzinflaschen. Außerdem die klassischen Küchenutensilien und -werkzeuge, Kescher, Angel.

Ernährung: Ein Grundstock an Lebensmitteln wie Mehl, Reis und Kartoffeln soll in Whitehorse gekauft werden. Dazu das an Ausrüstung, was sich während der Reise an Einkaufsmöglichkeiten ergibt – sowie der Griff in die Natur wie Kräuter oder Lachse. Angellizenz für beide Länder nötig!

Behältnisse: Wasserdichte und stabile Kisten von Peli (Blog-Beitrag, Pelishop-Website) für Lebensmittel & Technik, die im Boot befördert werden können. Wasserdichte Grabner Bug- und Hecktaschen für Schlafsack, Isomatte & Co. Viel mehr wird auch nicht mitgehen…

Hygiene: Mit einem Dusch-Aufsatz für die Ortlieb-Wassersäcke sollte eine brauchbare Dusche geboren sein. Zusätzlich als Ausrüstung eine noch zu definierende Anzahl an Toilettenpapierrollen. Ansonsten bei Shampoo, Zahnpasta und Co. möglichst geruchsneutrale Produkte, damit wir keine Bären anlocken.

Wäsche, Waschen.

Wäsche: Möglichst viel Ausrüstung von Icebreaker, da sehr bequem und relativ geruchs-resistent. Waschen in einer Waschtonne.

Gegen Regen: Mammut-/Arcteryx-Jacke, North-Face-Regenhosen, Zölzer-Rollstiefel, Teva-Sandalen, Neoprensocken und Neoprenhandschuhe.

Unsere Technik.

Navigation: Delorme Inreach Explorer für jeden von uns. In Kombination mit einem Smartphones werden dann sogar detaillierte Nordamerika-/Kanada-Kartenansichten (NOAA) samt GPS-Positionierung möglich. Zur Planung haben wir Tactical Pilotage Charts über den Flussverlauf (Blogbeitrag). Ebenso verwenden wir die Rourke-River-Guides für den Abschnitt bis Circle (hier erhältlich bei Yukonbooks.com).

Kommunikation: Iridium-Satellitennetz als Basis – das einzige, was derart polarnah funktioniert. Das Iridium Go dient als eine Art Satelliten-Hotspot, an den sich via WLAN Smartphones andocken können. Für SMS, Telefonate, Datenversenden, Bloggen (siehe Blogbeitrag). Dazu die Iridium Go! Nylon-Tasche. Außerdem haben wir mit zwei Delorme inReach Explorer zur Satelliten-Kommunikation, zum Absenden eines SOS-Signals und zum Tracking auf einer Google-Maps-Karte. Abgekommen sind wir dagegen vom SPOT Gen 3, da dieses Gerät zwar wesentlich günstiger ist, aber nur Tracking & Kommunikation auf einem Basislevel erlaubt.

Stromversorgung: Wir wollen mit einem 42-Watt-Solarpanel von PowerFilm in die Wertung gehen. Dieses können wir wasserdicht auf unseren Peli-Kisten befestigen. Laden soll es ein ein Goal Zero Sherpa 100. Damit können per USB und 12 Volt alle Geräte geladen werden.

Dokumentation.

Kamera: Canon EOS 70D mit 18-135 IS STM, 85mm 1,8 und Teleobjektiv 70-300mm. Dazu kompaktes Manfrotto-Stativ, wasserdichte Hülle vorr. von Ewa Marine, Battery Pack, Speicherkarten samt robuster zwei Peli-Hüllen für 12 SD-Karten (Menge noch nicht kalkuliert), Kameragurt Sun Sniper Pro II. Außerdem das 12-Volt-Ladegerät CBC-E6 für die Canon-Batterien (einmal Drittanbieter, dann nie wieder). Abgekommen sind wir von der Idee, die Speicherkarten zusätzlich zu sichern. Die Western Digital MyPassport Wireless bietet zwar die Möglichkeit, SD-Karten ohne weiteres Gerät auf die 2-TB-Platte zu flammen. Allerdings ist sie über USB 2.0 wegen des zu geringen Ladestroms nicht aufladbar. Mittlerweile sind SD-Karten aber so erschwinglich, dass alles auch ohne funktionieren sollte. Zusätzlich das Rode Videomic Go samt Deadcat.

Blogging: Apple iPad Air 2, wasserdichte Hülle von Peli, Lightning-Ladekabel.

Filmen: Drift Ghost S-Actioncam samt Time-Lapse-Halterung geplant. Diese wollen wir an Bugtasche, Paddel und befestigen und generell als mobile Kamera einsetzen. Vorteile ggü. der GoPro Hero 4: Ton auch im wasserdichten Gehäuse, Linse drehbar und wesentlich längere Akkuzeit. Als verworfene und völlig unrealistische Idee: eine Parrot AR.Drone 2 oder die noch taufrische Parrot Bebop-Drohne für Luftaufnahmen.

> Noch mehr zu unserer Ausrüstung?
Auf dieser Übersichtsseite findest Du alle Blogbeiträge dazu.

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